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Hawaii 2004

Favoriten:
Bei den Herren erwarten viele einen Zweikampf zwischen dem Titelverteidiger und 3-fachen Hawaiisieger Peter Reid und dem Hawaii-Rookie und Lake-Placid-Sieger Simon Lessing. Bis auf Luc van Lierde konnte bislang bei seinem Kona-Debüt nie ein Athlet im Spitzenfeld landen. Simon Lessing wird das zugetraut. Natürlich muss man auch wieder mit Tim de Boom (Sieger 2001 und 2002) rechnen. Er wurde letztes Jahr entthront nach dem er auf der Marathonstrecke völlig kollapierte. Vielleicht gelingt ihm das Comeback ganz oben auf dem Treppchen. Dann ist da natürlich immer wieder ein Cameron Brown zu nennen. Der Neuseeländer ist ein Dauerbrenner ... 2. Platz 2001, 3. Platz 2002 und 2003 ... und Ironman-Newzealand-Sieger 2001-2004. Aber ... Cameron Brown konnte bisher nur in seiner Heimat einen Ironman gewinnen. Der Australier Chris McCormack gehört auch zum engeren Favoritenkreis, so wie die deutsche Armada, mit Lothar Leder, Thomas Hellriegel, Jürgen Zäck, Normann Stadler, Aris Al-Sultan und Olaf Sabatschus. Es hat erst einen deutschen Sieg auf Hawaii gegeben. Der war dafür um so imposanter. Hellriegel gewann 1996 vor Zäck und Leder. Aber vielleicht gibt es auch die eine oder andere Überaschung, sowie im Vorjahr der Belgier Rutger Beke (Platz 2). Gespannt darf man auch auf das zweite Antreten von Viktor Zyemtsev sein.

Bei den Damen denkt man natürlich sofort an einen Dreikampf zwischen Natascha Badmann, Lori Bowden und Nina Kraft. In den letzten drei Jahren waren immer nur diese drei Damen auf dem Podest. Im letzten Jahr wurde Natascha Badmann, der 4-fache Champion, nach drei Siegen in Serie von Lori Bowden entthront. Badmann hatte letztes Jahr körperliche Probleme und war am Tag X nicht ganz fit. Lori Bowden nutzte die Gunst der Stunde siegte zum zweiten Mal nach 1999. Aber Bowden hatte eine ziemlich verkorkste Saison und ein Topergebnis wird dieses Mal wohl schwer zu erreichen sein. Eine gesunde Badmann wird nur schwer zu schlagen sein. Die härteste Konkurrentin wird wohl die deutsche Nina Kraft sein. Sie wurde in den letzten Jahren immer stärker und wäre schön langsam reif für ihren ersten Sieg in Kona. Weitere Kandidatinnen für das Podest sind erfahrene und Hawaii-erprobte Athletinnen wie Lisa Bentley (5. 2003, Canada und Australien-Siegerin 2004), Heather Fuhr (4. 2003), Karin Theurig (6. 2003), Belinda Granger (10. 2003), Joanna Lawn (13. 2003, Neuseeland-Siegerin 2004) und Kate Major (9. 2003 und Lake-Placid-Siegerin 2004).

Österreicher:
Erstmals sind 40 Österreicher/-innen am Start (36 Herren/4 Damen). Qualifiziert haben sie sich nicht nur in Klagenfurt sondern auch bei vielen anderen Qualifiern (Switzerland, Germany, Lanzarote, France, South Africa, Canada, Florida, Brazil, Malaysia).

"Prominentesten" Herren:
Werner Leitner, Klasse MPRO - qualifiziert in Klagenfurt
Norbert Langbrandtner, Klasse MPRO - qualifiziert in Florida
Gernot Seidl, Klasse MPRO - qualifiziert in Florida
Daniel Hechenblaickner, Klasse MPRO - qualifiziert in Zürich
Bernhard Svejda, Klasse M-18 - qualifiziert in Südafrika
Elmar Schuberth, Klasse M-30 - qualifiziert in Malaysia

Die prominentesten Abwesenden sind Alexander Frühwirth, Andreas di Bernardo und Rene Vallant.

Was die Damen betrifft gibt es natürlich eine ganz prominente Abwesende. Unsere Olympiasiegerin Kate Allen wird nächstes Jahr wieder auf der Ironman-Distanz angreifen. Bei ihrem ersten Antreten 2002 belegte sie ja schon den sensationellen 7. Platz. Nächstes Jahr will sie auf das Treppchen.
Sehr erfreulich war bei den Österreicherinnen die Qualifikation der jungen Regina Kroll (Klasse W-18), die ein Versprechen für die Zukunft zu seien scheint.


Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes 2004:

USA46 %
Deutschland12 %
Japan6 %
Australien6 %
Kanada5 %
Schweiz4 %
Großbritannien3 %
Frankreich3 %
Österreich2 %
Belgien2 %
Neuseeland2 %
Rest10 %

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