Draw-Poker Regeln


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Version 1.0

Zusammengestellt / Ausgearbeitet von Peter Vaterl

 

 

Inhalt

1 Einleitung *

1.1 Draw-Poker *

1.2 Seven-Card-Stud *

1.3 Texas Hold'em *

1.4 Omaha Hold'em *

2 Begriffsdefinitionen *

3 Die Karten *

4 Anzahl der Spieler *

5 Kartenkombinationen *

5.1 Kein Paar, High Card (niedrigste Kombination) *

5.2 ein Paar, one pair *

5.3 zwei Paare, two pairs *

5.4 Drilling, Drei Gleiche, Three of a Kind *

5.5 Straße, Straight *

5.6 Flush, Farbflöte *

5.7 Full House, Full Hand, Volle Hand *

5.8 Vier Gleiche, Vierling, Four of a Kind, Poker *

5.9 Straight Flush *

5.10 Royal Flush (höchste Kombination) *

6 Das Spiel *

6.1 vor Beginn des ersten Spiels *

6.1.1 Bestimmen des Bankhalters *

6.1.2 Verkaufen der Spiel-Chips *

6.1.3 Festlegung der Sitzordnung *

6.1.4 Ermitteln des ersten Teilers *

6.2 Ablauf eines Spiels *

6.2.1 Grundeinsatz *

6.2.2 Mischen und Geben der Karten *

6.2.3 Das Eröffnen *

6.2.4 Die erste Wettphase *

6.2.5 Kartentausch *

6.2.6 Die zweite Wettphase *

6.2.7 Das Aufdecken *

 

7 Probleme während des Spiels *

7.1 Schutz des Blattes *

7.2 Ausscheiden aus der Poker-Runde, Aufnehmen neuer Spieler *

7.3 Spiel-Chips *

7.3.1 Erlaubte Spiel-Chips *

7.3.2 Das Verkaufen und Nachkaufen von Spiel-Chips *

7.3.3 Das Wechseln von Spiel-Chips *

7.3.4 Entfernen von Spiel-Chips vom Tisch *

7.4 Neu Teilen *

7.4.1 Fehler beim Mischen oder Abheben *

7.4.2 Nicht regelentsprechendes Kartendeck *

7.4.3 Aufgedeckte Karten *

7.4.4 Unkorrekte Kartenanzahl *

7.5 Fehler beim Kartentausch *

7.5.1 Aufgedeckte Karte *

7.5.2 Unkorrekte Kartenanzahl *

7.6 Finanzschwache Spieler *

7.7 Karten vor sich auf den Tisch legen *

7.8 Entfernen von Spiel-Chips aus dem Pot *

7.9 Spieler bei Tauschen auslassen *

7.10 Einsatz außer der Reihe *

7.11 Aussteigen außer der Reihe *

7.12 Außerkraftsetzen von Regeln *

8 Pokersitten *

8.1 Ansagen jeder Wette *

8.2 Mundbluff *

8.3 Ansagen des aufgedeckten Blattes *

  1. Einleitung
  2. Das Pokerspiel hat eine lange Geschichte. Die ersten Vorläufer des Spiels gab es schon vor über 400 Jahren. Ein Vorläufer, das deutsche Spiel Pochen (= prahlen), von dem das Pokerspiel auch seinen Namen herleitet wurde 1829 zum erstenmal in der Literatur erwähnt. Das deutsche Spiel Pochen wurde mit kleinen Änderungen als französiches Spiel Poque weiterentwickelt von wo es dann in die USA gebracht wurde, wo es unter dem Namen Poker sehr beliebt wurde und heute daher als amerikanisches Spiel gilt.

    Im unterschied zu den meisten anderen Kartenspielen gibt es bei Poker keine offiziellen Regeln. Jeder Poker-Club und jede Poker-Runde hat ihre eigenen Regeln, die meist von andern Clubs kopiert und durch eigene Hausregeln verändert werden.

    Es gibt inzwischen eine große Anzahl unterschiedlicher Poker-Varianten. Die Häufigsten sind Draw-Poker, Seven-Card-Stud, Texas Hold'em und Omaha Hold'em weitere Varianten sind Seven-Card-High-Low, Fast Action Hold'em, Mexican Poker, Razz und Lowball.

    Die Gemeinsamkeit aller Spiele ist, daß es darum geht, auf seine Kartenkombination Wetten abzuschließen, in der Hoffnung, am Ende die höchste Kartenkombination in der Runde zu haben und somit die Wette zu gewinnen.

    1. Draw-Poker
    2. Draw-Poker wird mit einem Deck von 52 Karten gespielt. Jeder Spieler erhält zu Beginn fünf verdeckte Karten. Nach einer anschließenden Wettrunde hat jeder Spieler die Möglichkeit, bis zu drei Karten auszutauschen und somit sein Blatt zu verbessern (daher der Name Draw-Poker). Nach einer zweiten Wettrunde zeigen alle Spieler ihre Karten, und die beste Kartenkombination gewinnt die zuvor gemachten Wetteinsätze.

    3. Seven-Card-Stud
    4. Seven-Card-Stud wird ebenfalls mit einem Deck von 52 Karten gespielt. Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei verdeckte und eine offene Karte, wonach eine erste Wettrunde folgt. Danach werden jeweils eine vierte, fünfte und sechste Karte offen, jeweils gefolgt von einer Wettrunde, ausgeteilt. Die siebte Karte wird wieder verdeckt ausgeteilt und es folgt eine letzte Wettrunde. Zum Schluß wählt jeder Spieler aus seinen sieben Karten (drei verdeckte, vier offene) fünf Karten aus, die sein endgültiges Blatt darstellen. Die beste dieser Kartenkombination gewinnt die zuvor gemachten Wetteinsätze.

    5. Texas Hold'em
    6. Texas Hold'em auch bekannt unter dem Namen Hold'em ist eine Variante des Seven-Card-Stud. Dabei erhält jeder Spieler zu Beginn zwei verdeckte Karten. Im Unterschied zu Seven-Card-Stud werden dann in der Mitte des Tisches fünf Karten offen aufgelegt, die von allen Spielern verwendet werden können. Die Spieler verwenden ihre zwei Karten zusammen mit einer Auswahl aus drei der fünf offenen Karten in der Mitte, um ihre Kartenkombination zusammenzustellen.

    7. Omaha Hold'em

    Omaha Hold'em wird ähnlich dem Texas Hold'em gespielt. Der Unterschied ist, daß jeder Spieler zu Beginn vier verdeckte Karten erhält und für die Kartenkombination am Ende zwei davon auswählen kann.

     

  3. Begriffsdefinitionen
  4. Poker-Partie

    Eine Reihe von einzelnen Poker-Spielen.

    Spiel

    Ein kompletter Durchgang, beginnend mit dem Mischen und Teilen der Karten bis zum Aufdecken der Karten am Ende des Spiels.

    Spiel-Chips

    Anzahl von runden oder eckigen Spielmarken, die als Wetteinsatz beim Spiel verwendet werden. Es sollten zumindest zwei verschiedene Farben von Spiel-Chips vorhanden sein. Die unterschiedliche Farben repräsentieren dabei den unterschiedlichen Wert der Spiel-Chips.

    Spieler

    Alle Personen, die am Spiel teilnehmen.

    Aktive Spieler

    Alle Spieler, die noch nicht gepaßt haben.

    Bankhalter

    Die Person, die die Spiel-Chips und das Geld während des Spieles verwaltet. Diese Person sollte eine von allen Spielern anerkannte Vertrauensperson sein.

    Pot

    Platz in der Mitte des Spieltisches, in den die Einsätze der einzelnen Spieler gelegt werden.

    Grundeinsatz

    Grundbetrag, der am Beginn des Spiels von jedem Spieler gesetzt werden muß.

    Hand, Blatt

    Die Kartenkombination der fünf Karten eines Spielers.

    Teiler

    Der Spieler, der an der Reihe ist, die Karten zu mischen und auszuteilen.

    Vorhand, Vorhandspieler

    Der Spieler zur Linken des Teilers.

    Vorspieler

    Der nächste aktive Spieler rechts von sich.

    Nachfolgespieler

    Der nächste aktive Spieler links von sich.

    Checken

    Ein weitergeben des Rechtes der Eröffnung an seinen Nachfolgespieler mit dem Vorbehalt, den Einsatz nachzuholen.

    Eröffnen

    Das erste setzten eines Einsatzes.

    Passen

    Das Wegwerfen (vor sich auf den Tisch legen) der verdeckten Karten, was als Aufgabe im Spiel gilt.

    Halten

    Das Ausgleichen des Einsatzes der Wette seines Vorspielers.

    Erhöhen

    Das Ausgleichen und Erhöhen der Wette seines Vorspielers.

    Aufdecken

    Das zeigen der Karten am Ende des Spiels.

     

  5. Die Karten
  6. Poker wird mit einem Deck von 52 Karten gespielt. Es existieren die vier Farben

    Herz

    Karo (weitere Namen: Schell),

    Pik (weitere Namen: Laub)

    Kreuz (weitere Namen: Treff, Eichel)

    Unter den einzelnen Farben gibt es keine Rangordnung. Die Werte der Karten sind aufsteigend sortiert 2 (niedrigste), 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube (Jack), Dame (Queen), König (King) und As (höchste), wobei das As eine Doppelfunktion einnimmt und auch als niedrigste Karte (1) verwendet werden kann.

     

     

  7. Anzahl der Spieler
  8. Die Anzahl der Spieler muß zwischen drei und acht liegen. Erfahrungsgemäß sollten aber zwischen fünf und sechs Personen mitspielen, um eine interessante Poker-Partie zu erreichen.

     

  9. Kartenkombinationen
  10. Bei Aufdecken entscheiden die Kartenkombinationen der einzelnen Spieler, wer gewonnen hat. Im Anschluß werden alle Kartenkombinationen in aufsteigender Reihenfolge angeführt. Je seltener eine bestimmte Kombination vorkommt, desto höher ist diese. Haben mehrere Spieler gleich hohe Kombinationen (kann aufgrund der unten angeführten Kriterien keine höchste Kombination ermittelt werden), so wird der Pot zwischen diesen Spielern aufgeteilt.

     

    1. Kein Paar, High Card (niedrigste Kombination)
    2. Diese Kombination existiert, wenn keine der weiteren Kombinationen gegeben ist. Hat kein Spieler eine höhere Kombination, entscheidet die höchste Karte, bei Gleichheit dieser die zweithöchste u.s.w.

       

    3. ein Paar, one pair
    4. Diese Kombination besteht aus zwei Karten des selben Ranges und drei beliebigen ungleichen Karten.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler ein Paar, entscheidet die Höhe des Paares. Haben zwei Spieler gleich hohe Paare, entscheidet die höchste Karte neben dem Paar, bei Gleichheit dieser die zweithöchste u.s.w.

       

    5. zwei Paare, two pairs
    6. Diese Kombination besteht aus zwei Karten des selben Ranges, zwei Karten des selben Ranges (aber anderem Ranges als die ersten beiden Karten) und einer beliebigen ungleichen Karte.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler zwei Paar, entscheidet das höhere der Paare. Haben zwei Spieler gleich hohe höhere Paare, so entscheidet die Höhe des niedrigeren Paares. Ist dieses ebenfalls gleich hoch, entscheidet die Karte neben den zwei Paaren.

      Die Chance für zwei Paare ist 1 : 21.

       

    7. Drilling, Drei Gleiche, Three of a Kind
    8. Diese Kombination besteht aus drei Karten des selben Ranges und zwei beliebigen ungleichen Karten.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler einen Drilling, entscheidet die Höhe des Drillings.

      Die Chance für einen Drilling ist 1 : 47.

       

    9. Straße, Straight
    10. Diese Kombination besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Karten, die nicht alle die selbe Farbe haben.

      Beispiel:

      Bei zwei Straßen entscheidet die höchste Karte.

      Die Chance für eine Straße ist 1 : 255.

       

    11. Flush, Farbflöte
    12. Diese Kombination besteht aus fünf beliebigen Karten der selben Farbe.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler ein Flush, entscheidet die höchste Karte. Sind diese gleich entscheidet die zweithöchste u.s.w.

      Die Chance für ein Flush ist 1 : 509.

       

    13. Full House, Full Hand, Volle Hand
    14. Diese Kombination besteht aus einem Paar und einem Drilling.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler ein Full House, entscheidet die Höhe des Drilling.

      Die Chance für ein Full House ist 1 : 694.

       

    15. Vier Gleiche, Vierling, Four of a Kind, Poker
    16. Diese Kombination besteht aus vier Karten des selben Ranges und einer beliebigen Karte.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler Vier Gleiche, entscheidet die Höhe des Vierlings.

      Die Chance für Vier Gleiche ist 1 : 4.165.

       

    17. Straight Flush
    18. Diese Kombination besteht aus fünf aufeinanderfolgenden Karten einer Farbe, die nicht mit einem As (als höchste Karte) beginnt. Ein As als niedrigste Karte ist erlaubt.

      Beispiel:

      Haben mehrere Spieler ein Straight Flush, entscheidet die höchste Karte.

      Die Chance für ein Straight Flush ist 1 : 72.193

       

    19. Royal Flush (höchste Kombination)

    Diese Kombination besteht aus den Karten As, König, Dame, Bube und Zehner einer Farbe.

    Beispiel:

    Die Chance für ein Royal Flush ist 1 : 649.740.

     

  11. Das Spiel
    1. vor Beginn des ersten Spiels
      1. Bestimmen des Bankhalters
      2. Zu Beginn muß der Bankhalter bestimmt werden, der die Spiel-Chips verwaltet, und den Ver- und Rückkauf dieser Chips durchführt. Da der Bankhalter auch das Geld verwaltet, sollte es eine Person sein, der alle vertrauen.

      3. Verkaufen der Spiel-Chips
      4. Jeder Spieler kann eine beliebige Anzahl von Spiel-Chips vom Bankhalter kaufen. Es müssen genügend Spiel-Chips vorhanden sein, damit alle Spieler mit ausreichend Spiel-Chips bedient werden können.

      5. Festlegung der Sitzordnung
      6. Normalerweise kann sich jeder Spieler seinen Platz selber wählen. Sollte es aber von einem Spieler gewünscht werden, muß die Sitzordnung ausgelost werden. Dabei nimmt der Bankhalter das Karten-Deck, mischt es und teilt jedem Spieler eine Karte aus. Die Spieler können der Reihe nach, beginnend mit dem Spieler mit der höchsten Karte ihren Sitzplatz wählen. Haben mehrere Spieler Karten des gleichen Ranges, wird die Reihenfolge unter diesen durch Ausgabe von neuen Karten (nur an diese Spieler) entschieden.

        Jeder Spieler kann nach Ablauf einer Stunde eine Änderung der Sitzordnung fordern. Diese kann wieder beliebig erfolgen, oder wenn gewünscht erneut ausgelost werden.

      7. Ermitteln des ersten Teilers

      Der Bankhalter nimmt das Karten-Deck, mischt es und teilt solange im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Spieler zu seiner linken, eine Karte aus. Wer als erstes einen Buben erhält, ist der erste Teiler.

       

    2. Ablauf eines Spiels
      1. Grundeinsatz
      2. Jeder Spieler muß am Beginn jedes Spiels einen Grundeinsatz in der Form von Spiel-Chips in den Pot geben. Die Höhe des Grundeinsatzes muß vor Beginn der Partie ausgemacht werden und hat im Streitfall die Höhe einer Spiel-Chip Einheit.

      3. Mischen und Geben der Karten
      4. Jeder Spieler hat das Recht, die Karten zu Mischen, der Teiler hat das Recht, dies als letzter zu tun. Der Spieler rechts vom Teiler darf abheben. Der Teiler gibt jetzt im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Spieler links von sich (der Vorhand), jedem Spieler fünf Karten, wobei die Karten einzeln ausgegeben werden müssen.

      5. Das Eröffnen
      6. Der Vorhandspieler hat das Recht zu Beginnen. Er hat die Wahl, entweder zu Checken, oder zu Eröffnen.

        Checken heißt, daß der Spieler keinen Betrag auf sein Blatt setzt. Er behält sich aber das Recht vor, dies später nachzuholen. Das recht zu Eröffnen geht auf den Spieler links von ihm über. Haben der Reihe nach alle Spieler Ge-Checked, ist das Spiel zu Ende. Der gesetzte Grundeinsatz bleibt im Pot, der somit für das nächste Spiel anwächst. Der Vorhandspieler wird zum neuen Teiler.

        Will der Spieler auf sein Blatt setzen, kann er Eröffnen indem er einen bestimmten Betrag auf sein Blatt setzt und in den Pot legt. Das Eröffnen ist damit beendet.

      7. Die erste Wettphase
      8. Sobald ein Spieler eröffnet hat, hat jeder nachfolgende Spieler die Möglichkeit auszusteigen, zu halten oder zu erhöhen.

        In dem der Spieler seine Karten verdeckt vor sich verkehrt auf den Tisch legt, signalisiert er, daß er aussteigt. Er zählt somit nicht mehr zu den aktiven Spieler und kann auch den Pot in diesem Spiel nicht mehr gewinnen. Sind alle Spieler bis auf einen ausgestiegen, hat der letzte aktive Spieler den Pot gewonnen.

        Indem der Spieler die Höhe des Betrages des Spieles, der bisher am meisten geboten hat ausgleicht (die auf den Betrag fehlenden Spiel-Chips in den Pot gibt) hält er die Wette und bleibt somit ein aktiver Spieler.

        Der Spieler hat ebenfalls die Möglichkeit, zu erhöhen. Er muß dazu zuerst wie beim Halten den höchsten gesetzten Betrag ausgleichen und kann dann weitere Spiel-Chips in den Pot setzten. Der Spieler darf nicht erhöhen, wenn er die Runde davor erhöht hat und kein anderer Spieler in der letzten Runde erhöht hat.

        Die erste Wettphase endet, wenn alle aktiven Spieler den gleichen Betrag in den Pot gesetzt haben (jeder aktive Spieler in der letzten Runde den Einsatz gehalten hat).

      9. Kartentausch
      10. Der Teiler nimmt die vom Geben übrig gebliebenen Karten und fordert im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem ersten aktiven Spieler links von sich, jeden Spieler auf, die Karten abzuwerfen, die er tauschen möchte und gibt ihm dafür die gleiche Anzahl neue. Die unterste Karte darf niemals ausgeteilt werden. Jeder Spieler, der Teiler eingeschlossen, muß laut ansagen, wie viele Karten er tauschen möchte. Es dürfen pro Spieler maximal drei Karten getauscht werden.

        Sind zu wenige Karten zum Tauschen vorhanden (alle, bis auf die unterste Karte wurden ausgeteilt), muß die unterste Karte zusammen mit den bereits getauschten Karten (nicht jedoch die abgelegten Karten der Spieler, die noch nicht zum Tauschen gekommen sind) eingesammelt, gemischt, abgehoben und von diesen Karten gegeben werden. Die neue unterste Karte darf wiederum nicht ausgeteilt werden.

      11. Die zweite Wettphase
      12. Der Spieler, der die erste Runde eröffnet hat, hat das Recht zu beginnen. Er hat die Wahl, entweder zu Checken, oder zu Setzen.

        Haben der Reihe nach alle Spieler Ge-Checked, ist das Spiel zu Ende. Die gesetzten Wetten bleiben im Pot. Der Vorhandspieler wird zum neuen Teiler.

        Der Spieler kann einen bestimmten Betrag auf sein Blatt setzen und in den Pot legen.

        Sobald ein Spieler gesetzt hat, hat jeder nachfolgende Spieler die Möglichkeit auszusteigen, zu halten oder zu erhöhen. Der Ablauf ist wie bei der ersten Wettphase.

        Die zweite Wettphase endet, wenn alle aktiven Spieler den gleichen Betrag in den Pot gesetzt haben (wenn jeder aktive Spieler in der letzten Runde den Einsatz gehalten hat).

      13. Das Aufdecken

    Nun muß jeder aktive Spieler seine Karten aufdecken. Das Aufdecken erfolgt nacheinander im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Nachfolgespieler des Spielers, der als letztes Gesetzt hat. Der Wert des Blattes ist dabei vom jeweiligen Spieler anzusagen. Der Spieler, der das Bestes Blatt hat, hat gewonnen (siehe Kartenkombinationen).

     

  12. Probleme während des Spiels
    1. Schutz des Blattes
    2. Jeder Spieler ist selbst verantwortlich, seine Karten gegenüber Falsch-Teilens, fälschlicherweises Einsammeln seiner Karten durch den Teiler und andere Fehlern zu schützen. War ein Spieler nicht aufmerksam genug, die Korrektheit seiner Karten zu schützen, scheidet er aus dem aktuellen Spiel aus, es sei denn, es gibt eine extra Regel, die etwas anderes vorsieht.

       

    3. Ausscheiden aus der Poker-Runde, Aufnehmen neuer Spieler
    4. Neue Spieler können am Beginn jedes Spiels aufgenommen werden. Aussteigen können Spieler nur am Ende eines Spiels.

       

    5. Spiel-Chips
      1. Erlaubte Spiel-Chips
      2. In einem Spiel sind nur jede Spiel-Chips einsetzbar, die von Beginn an sichtbar am Tisch liegen. In irgendeiner Weise versteckte Spiel-Chips dürfen nicht nachträglich verwendet werden. Das Limit für jeden Spieler ist somit der Betrag an Spiel-Chips, den er seit Beginn des Spiels offen vor sich liegen hat.

      3. Das Verkaufen und Nachkaufen von Spiel-Chips
      4. Spiel-Chips dürfen grundsätzlich nur vom Bankhalter am Ende eines Spiels an- und verkauft werden. Das Verschieben von Spiel-Chips unter den Spielern ist verboten.

      5. Das Wechseln von Spiel-Chips
      6. Hat ein Spieler zu wenige Spiel-Chips eines bestimmten Wertes kann er jederzeit einen Austausch der Chips durchführen (vom Bankhalter, anderen Spielern oder dem Pot), wenn er noch eine ausreichende Anzahl von Spiel-Chips eines anderen Wertes besitzt, und die gewollte Aktion vorher den anderen Spielern laut mitteilt.

      7. Entfernen von Spiel-Chips vom Tisch

      Das Enfernen von Spiel-Chips vom Tisch ist nur erlaubt, wenn der Spieler die Poker-Runde korrekt verläßt.

       

    6. Neu Teilen
      1. Fehler beim Mischen oder Abheben
      2. Ein Spieler kann eine Neuteilung verlangen, wenn es einen Fehler beim Mischen oder Abheben gegeben hat und er erst eine Karte bekommen und diese noch nicht angesehen hat.

      3. Nicht regelentsprechendes Kartendeck
      4. Neu geteilt werden muß, wenn vor dem Einsammeln des Pots (nach dem Aufdecken) festgestellt wird, daß das Kartendeck nicht regelkonform war.

      5. Aufgedeckte Karten
      6. Wird beim Teilen mehr als eine Karte regelwidrig aufgedeckt und einer der Spieler, der eine der aufgedeckten Karten bekommen hat aber seine anderen Karten noch nicht angesehen hat, so kann dieser eine Neuteilung fordern. Wird während des Teilens nur eine einzige Karte aufgedeckt, so muß diese von dem betroffenen Spieler genommen werden.

      7. Unkorrekte Kartenanzahl

      Wenn mehr als zwei Spieler eine unkorrekte Kartenanzahl erhalten, muß eine Neuteilung erfolgen.

      Haben maximal zwei Spieler eine unkorrekte Kartenanzahl erhalten, so kann der Teiler die Anzahl durch Hinzufügen oder Wegnehmen der entsprechenden Kartenanzahl ausgleichen, solange der entsprechende Spieler die Karten noch nicht eingesehen hat. Hat ein Spieler bereits seine Karten angesehen und hat zu viele Karten, scheidet er für dieses Spiel aus, hat er zu wenige Karten, kann er weiterspielen, bekommt aber die Differenz nicht mehr ausgeglichen.

       

    7. Fehler beim Kartentausch
      1. Aufgedeckte Karte
      2. Wird beim Tauschen eine Karte aufgedeckt, so muß diese Karte vom Teiler ersetzt werden. Die aufgedeckte Karte muß allen Spielern gezeigt und dann unter das verbliebene Kartendeck gesteckt werden. Jede weitere aufgedeckte Karte während des Tauschens muß vom Teiler ersetzt werden. Diese Karte wird jedoch wie eine abgelegte Karte behandelt und nicht unter das verbleibende Deck gesteckt.

      3. Unkorrekte Kartenanzahl

      Wenn ein Spieler eine falsche Anzahl von Karten erhält, kann er vom Teiler eine Korrektur verlangen, solange er die getauschten Karten noch nicht angesehen hat. Hat der Spieler bereits die getauschten Karten angesehen und hat zu viele Karten, scheidet er für dieses Spiel aus, hat er zu wenige Karten, kann er weiterspielen, bekommt aber die Differenz nicht mehr ausgeglichen.

       

    8. Finanzschwache Spieler
    9. Kann ein Spieler aufgrund mangelnder Anzahl von Spiel-Chips die Wette des Vorspielers nicht mehr halten oder erhöhen, will aber weiterspielen, so ist eine Teilung des Pots vorzunehmen.

      In einen Neben-Pot, kommen die Spiel-Chips der Einsätze, die der finanzschwache Spieler noch halten kann und in einen separaten Haupt-Pot werden alle darüber hinausgehenden Einsätze aufgenommen. Gibt es mehrere finanzschwache Spieler müssen möglicherweise mehrere Neben-Pots eingerichtet werden.

      Beim Aufdecken der Karten gilt, daß nur die Personen an der Entscheidung für einen Pot teilnehmen kann, die sich auch während des Spiels an diesem Pot beteiligt haben (ein finanzschwacher Spieler, für den ein Neben-Pot eingerichtet wurde, nimmt nur an der Entscheidung zum Neben-Pot bei).

       

    10. Karten vor sich auf den Tisch legen
    11. Legt ein Spieler sein Blatt verdeckt vor sich auf den Tisch, so gilt dies als Aufgabe, auch wenn der Spieler dies nicht im Sinn hatte. Ein erneutes Aufnehmen der Karten ist verboten.

       

    12. Entfernen von Spiel-Chips aus dem Pot
    13. Das Entfernen von Spiel-Chips aus dem Pot, außer dem Einsammeln des Gewinns des Siegers nach dem Aufdecken der Karten, ist verboten.

       

    14. Spieler bei Tauschen auslassen
    15. Wird ein Spieler bei Tauschen ausgelassen, und sein Nachfolgespieler ist gerade beim Tauschen und dieser hat seine getauschten Karten noch nicht angesehen, kann der Fehler vom Teiler korrigiert werden. Hat der Nachfolgespieler seine Karten bereits angesehen, darf der Spieler nicht mehr tauschen. Hat er bereits seine zu tauschenden Karten abgelegt, darf er diese nicht mehr aufnehmen.

       

    16. Einsatz außer der Reihe
    17. Wenn ein Spieler außer der Reihe gesetzt hat, ist dieser Einsatz vorläufig ungültig, die Chips bleiben jedoch im Pot. Ist der Spieler dann an der Reihe, darf er die ungültig gesetzten Chips dazu verwenden, um die Wette seines Vorspielers auszugleichen, erhöhen darf er in dieser Runde aber nicht.

       

    18. Aussteigen außer der Reihe
    19. Ein Spieler darf nur außer der Reihe aussteigen, wenn außer ihm nur noch ein Spieler aktiv ist. Steigt ein Spieler außer der Reihe aus obwohl es noch mehrere aktive Spieler gibt, dann muß er die Wette seines Vorspielers halten, kann aber den Pot nicht mehr gewinnen.

       

    20. Außerkraftsetzen von Regeln

    Jede Regel kann durch einstimmigen Beschluß aller Spieler kurzfristig oder andauernd außer Kraft gesetzt werden.

     

  13. Pokersitten
    1. Ansagen jeder Wette
    2. Jede Wette muß laut und korrekt angesagt werden.

    3. Mundbluff
    4. Das begleiten des Spiels mit Kommentaren und Sprüchen, die die Stärke bzw. Schwäche des Blattes betreffen (Mundbluff) sind verpönt.

    5. Ansagen des aufgedeckten Blattes

Beim Aufdecken ist die Höhe des Blattes laut und korrekt anzusagen. Das absichtliche falsche Ansagen der Höhe der Blattes ist verpönt.

 




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